Sonntag, 22. Juli 2012




bei dem wind und dem geruch nach noch immer nassem asphalt und regen
kann ich mich besonders gut entsprannen.
mit dem oberkörper über das geländer gelehnt,
den kopf hängend und die arme zu den seiten gestreckt.
wie ein vogel.
ist eigentlich nicht ungefährlich,
aber dadurch holt man sich jedes mal diesen besonderen extra-kick 
von adrenalin.
abgesehen von dem schwindelgefühl, dass ich jedes mal bekomme,
wenn ich meinen kopf heftig nach hinten reisse und dann gegen die hauswand knalle.
12 stock - berlin kreuzberg
dann zitter ich am ganzen körper
und meine hände und füße fangen an zu kribbeln.
und ganz kurz sehe ich nur noch schwarz.
nicht, weil meine haare mir wild im gesicht hängen,
sondern weil sich jetzt die welt doppelt so schnell dreht, wie sie sollte.
habe ich das gefühl.




das mache ich oft.
vielleicht erinnert es an freiheit.
unterdrückte freiheit.


vielleicht fühlt es sich aber auch genauso an, 
wenn man stirbt